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Israel gezielte Tötungen vorgeworfen

Jerusalem. Das israelische Informationszentrum für Menschenrechte in den besetzen Gebieten B’Tselem hat Israel vorgeworfen, Palästinenser mit »Erschießungsbefehl« gezielt zu töten. Dies gelte unter anderem für vermeintliche Attentäter, die bereits außer Gefecht gesetzt worden seien, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der Gruppe. Seit Anfang Oktober greifen Palästinenser Israelis vor allem mit Messern an. In dem Zeitraum kamen mehr als 100 Palästinenser ums Leben, die meisten wurden von israelischen Einsatzkräften erschossen. Polizeisprecher Micky Rosenfeld wies die Vorwürfe vehement zurück. Auch ein ranghoher Militär erklärte, es gebe keinen Tötungsbefehl. B’Tselem widersprach: In Israel gebe es offiziell zwar keine Todesstrafe, doch werde diese »auf der Straße, außerhalb der Grenzen von Recht und Moral angewandt«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.12.2015, Seite 1, Ausland

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