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Israel will keine Vermittlung durch EU

Jerusalem. Die israelische Regierung will die Europäische Union (EU) nach der Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Siedlerprodukte vorerst nicht mehr als Vermittlerin akzeptieren. Die Beziehungen zur EU würden auf Anordnung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bis zu einer Neubewertung ausgesetzt, teilte das Außenministerium am Sonntag mit.

Produkte, die in israelischen Siedlungen im von Israel besetzten Palästina hergestellt werden, müssen nach einem EU-Beschluss künftig gekennzeichnet werden. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2015, Seite 2, Ausland

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