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30.11.2015
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Völkermord in Ruanda beschäftigt Gericht
Frankfurt am Main. Das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main wird sich erneut mit dem Völkermord in Ruanda vor mehr als zwanzig Jahren befassen. Ab Dienstag muss ein heute 58 Jahre alter früherer Bürgermeister einer Landgemeinde in Ruanda auf der Anklagebank Platz nehmen. Es ist der zweite Anlauf, seine Mitverantwortung am Massaker in einer Kirche in Kiziguro zu klären. Dabei waren im April 1994 vermutlich mehr als 400 Menschen auf grausame Weise getötet worden. Im ersten Prozess war der Angeklagte im Februar 2014 wegen Beihilfe zum Völkermord zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Richter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe befanden, dass das Urteil über die »innere Einstellung« des Mannes zu wenig aufkläre. (dpa/jW)
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