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Aus: Ausgabe vom 26.11.2015, Seite 9 / Kapital & Arbeit

Bundesbank sieht EZB kritischer

Frankfurt am Main. Die Bundesbank warnt vor Risiken für die Finanzstabilität durch die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB). »Je länger niedrige Zinsen andauern, umso mehr bestehen für die Marktteilnehmer Anreize, erhöhte Risiken einzugehen«, sagte Vizepräsidentin Claudia Buch am Mittwoch bei der Vorlage des Finanzstabilitätsberichts der Deutschen Bundesbank.

Noch sieht die Notenbank aber keine gefährlichen Übertreibungen auf dem deutschen Finanzmarkt. So gebe es bisher bei Wohnimmobilien keine Preisblasen. Das liege auch daran, dass die Preissteigerung nicht auf Pump finanziert werde. Für Deutschlands Banken halten sich die negativen Folgen der Niedrigzinsen demnach noch in Grenzen. Aber insbesondere für kleinere und mittlere Institute könne »die anhaltende Phase sehr niedriger Zinsen mittel- bis langfristig zu einer ernsten Gefahr werden«, warnte Vorstandsmitglied Andreas Dombret. (dpa/jW)

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