-
29.10.2015
- → Ausland
Venezuela: Heidbreder darf bleiben
Caracas. Der deutsche Linke Bernhard Heidbreder kann auf Asyl in Venezuela hoffen. Nachdem er vom Bundeskriminalamt in dem südamerikanischen Land aufgespürt und von der örtlichen Polizei 2014 festgenommen worden war, hatte die BRD einen Antrag auf Auslieferung gestellt. Heidbreders Anwältin Silke Studzinsky bestätigte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage, dass der Oberste Gerichtshof in Caracas dies am Montag abgelehnt hat. Ziel sei es nun, dass der 54jährige in Venezuela Asyl bekommen kann. Derzeit sitzt er noch in Haft. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt Heidbreder und zwei mutmaßliche Komplizen, der Gruppe »Das Komitee« angehört zu haben. Diese hatte 1994 einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundeswehr verübt und plante 1995 einen Anschlag auf den Rohbau eines Abschiebeknasts in Berlin-Grünau. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!