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Venezuela: Heidbreder darf bleiben

Caracas. Der deutsche Linke Bernhard Heidbreder kann auf Asyl in Venezuela hoffen. Nachdem er vom Bundeskriminalamt in dem südamerikanischen Land aufgespürt und von der örtlichen Polizei 2014 festgenommen worden war, hatte die BRD einen Antrag auf Auslieferung gestellt. Heidbreders Anwältin Silke Studzinsky bestätigte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage, dass der Oberste Gerichtshof in Caracas dies am Montag abgelehnt hat. Ziel sei es nun, dass der 54jährige in Venezuela Asyl bekommen kann. Derzeit sitzt er noch in Haft. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt Heidbreder und zwei mutmaßliche Komplizen, der Gruppe »Das Komitee« angehört zu haben. Diese hatte 1994 einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundeswehr verübt und plante 1995 einen Anschlag auf den Rohbau eines Abschiebeknasts in Berlin-Grünau. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2015, Seite 7, Ausland

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