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Sprengstoff: Neonazis vor Gericht

Emmendingen. Vor dem Amtsgericht Emmendingen müssen sich seit Donnerstag vergangener Woche drei Neonazis wegen Sprengstoffbesitzes, gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz verantworten. Das Trio war nach einem Bericht des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) bei einer rechtsextremen Kundgebung aufeinandergetroffen – danach, so die Anklage, habe es einen Anschlagsplan gefasst. Mit einem großen Modellflugzeug sollte demnach eine Rohrbombe über einem antifaschistischen Jugendcamp in Bayern abgeworfen werden. Laut Staatsanwaltschaft hatten die drei Männer ihren Plan aber aufgegeben, nachdem einer von ihnen im Sommer 2013 einen Sprengkörper bei einer Neonazi-Demonstration in Dortmund in Nordrhein-Westfalen gezündet hatte. Der Knallkörper landete in einer Gruppe von Gegendemonstranten – die Explosion verletzte fünf von ihnen und einen Polizeibeamten. (jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2015, Seite 15, Antifaschismus

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