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Doris Lessing ausspioniert

Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing wurde von 1943 bis 1964 vom britischen Inlandsgeheimdienst ausspioniert. Wie aus Akten hervorgeht, die das britische Nationalarchiv am Freitag veröffentlichte, wurden ihr Telefon abgehört, ihr Briefverkehr überwacht und ihre Reisen verfolgt. Ihre Sympathien für den Kommunismus grenzten an »Fanatismus«, war die Begründung, sie sei »unverantwortlich in ihren Äußerungen«. Lessing war während des Zweiten Weltkriegs der KP beigetreten. 1956 trat sie wieder aus. 2007 erhielt sie den Nobelpreis. 2013 starb sie im Alter von 94 Jahren. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2015, Seite 11, Feuilleton

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