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Aus: Ausgabe vom 22.08.2015, Seite 10 / Feuilleton

Deformierte Köpfe

In einer Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf geht es ab dem heutigen Sonnabend unter dem Titel »Avatar und Atavismus« um ein vielsagendes Phänomen in der Malerei der BRD der 80er Jahre. Zu dieser Zeit tauchten bei den »Jungen Wilden«, aber auch bei Georg Baselitz, Maria Lassnig oder Rosemarie Trockel verstärkt deformierte Köpfe, Hände und Gliedmaßen auf. Zu sehen sind 150 Kunstwerke von mehr als 30 heute zumeist hochgehandelten Künstlern. Auch Werke von psychisch Kranken sind einbezogen. Die Ausstellungsmacher präsentieren mit der Zusammenstellung eine Art kollektives Unterbewusstsein. (dpa/jW)

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