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Chile: Tod eines Mörders

Santiago de Chile. Der berüchtigte Chef der Geheimpolizei unter Chiles einstigem Diktator Augusto Pinochet ist tot. Manuel Contreras starb in der Nacht zum Samstag in einem Militärkrankenhaus in Santiago de Chile im Alter von 86 Jahren, wie die Polizei mitteilte. Der General war in Chile wegen Entführung, Folter und Mordes zu 529 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Contreras galt als rechte Hand Pinochets, der in Chile von 1973 bis 1989 eine Militärdiktatur führte. Die meisten der 3.200 Todesopfer oder Vermissten aus dieser Zeit werden dem Geheimdienst DINA angelastet, den Contreras gegründet und geleitet hatte. Hinzu kommen mehr als 38.000 Folteropfer.

Die Kommunistische Partei Chiles, aus deren Reihen viele der Opfer stammten, kritisierte in einer Erklärung zum Tod des Mörders, dass dieser auch von den demokratischen Regierungen nie seines Ranges enthoben wurde. (AFP/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2015, Seite 7, Ausland

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