Zum Inhalt der Seite

Tinte spucken

Die eher unauffällig und vor allem kunstfern wirkende Filzstift- und Buntstift-Firma Faber-Castell verleiht einen internationalen Kunstpreis, dotiert mit 15.000 Euro. Und wer kriegt den? Die Kita Mondkälbchen aus Offenbach-Bieber? Nein, eine schwedische Künstlerin mit dem schönen Filzstiftnamen Anastasia Ax, weil sie in Nürnberg 13 Tonnen Recyclingpapier mit schwarzer Tinte bespritzt und bespuckt hat. Das dauerte 20 Minuten. Filmen lassen wollte sich Ax bei ihrer Aktion nicht. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2015, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!