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Will Cameron raus aus dem EU-Arbeitsrecht?

London. Der britische Premierminister David Cameron will Medienberichten zufolge erreichen, dass Teile der EU-Arbeitsgesetzgebung in seinem Land keine Geltung mehr haben. Cameron werde sich in den Verhandlungen mit der Europäischen Union dafür einsetzen, dass Großbritannien die Hoheit über die Festlegung der Arbeitszeitobergrenzen und die Gleichbehandlung von Zeitarbeitern zurückerhalte, berichteten die Zeitungen Telegraph und Times am Samstag. Eine Sprecherin Camerons nannte die Berichte Spekulation. »Der Premierminister hat deutlich gemacht, dass die Abschaffung unnützer EU-Regelungen dazu dient, Europa wettbewerbsfähiger zu machen«, sagte sie. Cameron will in Verhandlungen mit den übrigen EU-Mitgliedern weitere Sonderrechte für sein Land erreichen. Die britische Bevölkerung stimmt 2017 in einem Referendum über den Verbleib in der EU ab. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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