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Fußball: Deswegen Katar!

Berlin. FIFA-Boss Joseph S. Blatter hat gegenüber Welt am Sonntag erklärt, er habe »Angst, dass man die FIFA kaputtmachen will«. Obwohl »Selbstzweifel der größte Feind des Anführers« seien, wolle er deshalb, »solange nicht alles abgeklärt ist, kein Reiserisiko eingehen«. Ende Juli werde er einen Flieger nach Moskau besteigen, für die Auslosung der Qualifikationsspiele zur WM-Endrunde 2018 – weitere Trips seien nicht geplant. Im übrigen sei die Vergabe der Problem-WM-2022 nach Katar auch zwei ehemaligen Präsidenten zu verdanken. »Es gab zwei politische Interventionen. Die Herren Sarkozy und Wulff haben versucht, ihre Wahlmänner zu beeinflussen. Deswegen haben wir jetzt eine WM in Katar«, sagte Blatter: »Der Deutsche Fußball-Bund hat von Wulff auch eine solche Empfehlung bekommen, dass Deutschland wegen wirtschaftlicher Interessen für Katar stimmt.« Wulff hat das zurückgewiesen. Zur Kritik an der Versklavung ausländischer Arbeiter in Katar meinte Blatter: »Die Deutsche Bahn, Hochtief und viele mehr hatten schon Projekte in Katar, als die WM noch gar nicht vergeben war.« (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2015, Seite 16, Sport

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