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Ums Ganze

Der Berliner Wissenschaftsphilosoph Karl-Friedrich Wessel begeht am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Er begründete Anfang der 1980er Jahre gemeinsam mit dem Zoologen und Verhaltensforscher Günter Tembrock, dem Psychologen Hans-Dieter Schmidt und dem Mediziner Günter Dörner das interdisziplinäre Forschungsvorhaben »Biopsychosoziale Einheit Mensch«. Damit wurde eine neue Disziplin in den Humanwissenschaften begründet, die Humanontogenetik. Sie erforscht die Entwicklung des menschlichen Individuums von der Konzeption bis zum Tod. Wessel, der seit 1977 eine Professur für Philosophische Probleme der Naturwissenschaften an der Humboldt-Universität wahrnahm, gründete 1990 das Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik an der Hochschule und leitete es bis 2000. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft für Humanontogentik und Autor zahlreicher Arbeiten zur Pädagogik, Medizin, Pflegewissenschaft und zu Fragen technischer und wissenschaftlicher Verantwortung. Zu Ehren des Jubilars findet am Freitag, dem 3. Juli, von 13 Uhr bis 18.30 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität ein wissenschaftliches Kolloquium unter dem Titel »Humanontogenetik – wissenschaftliche Theorie und Brücke zur Praxis« statt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.06.2015, Seite 11, Feuilleton

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