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Folter: Bundespolizei plant Beschwerdestelle

Frankfurt/Main. Die Bundespolizei will nach eigenen Angaben Konsequenzen aus dem Folterskandal in Hannover ziehen und richtet eine Sonderbeschwerdestelle ein. Das sagte der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Ein direkt dem Präsidenten unterstellter Beamter solle »außerhalb des Dienstwegs« Meldungen »von jedem aus der Organisation« entgegennehmen, dem Verdächtiges auffällt. So soll verhindert werden, dass Kollegen erst lange nach Übergriffen Staatsanwaltschaft oder Medien einschalten. Ein Bundespolizist aus Hannover wird beschuldigt, in mindestens zwei Fällen Flüchtlinge misshandelt zu haben. Nach Informationen des NDR hat der Mann in Whats-App-Nachrichten damit geprahlt, einen afghanischen Flüchtling gewürgt und an Fußfesseln umhergeschleift zu haben. Zudem soll er einen Marokkaner gezwungen haben, verdorbenes Schweinemett zu essen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2015, Seite 1, Inland

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