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Mit ein paar Strichen

Zum Abschluss des 52. Berliner Theatertreffens ist am Sonntag der Alfred-Kerr-Darstellerpreis an Gala Winter verliehen worden. Die 24jährige vom Hamburger Schauspielhaus erhielt die Ehrung für ihre Interpretation der Frida Foldal in Karin Henkels Ibsen-Inszenierung »John Gabriel Borkman«. Ausgewählt wurde sie vom diesjährigen Kerr-Preis-Juror, dem Schauspieler Samuel Finzi, aus dem Kreis der zum Festival eingeladenen Künstler. »Gala Winter konnte mir etwas erzählen – über einen Menschen und eine Situation«, begründete Finzi seine Wahl. »Und dazu brauchte sie nicht viel. Ihr hilflos-aufdringlicher Blick, die kaputten sparsamen Bewegungen, die Stimme bei ihrem unglaublich schönen brüchigen Gesang am Ende der Aufführung. Sie zeichnete ihre Figur mit ein paar Strichen und überließ sie mir, dem Zuschauer«. Die in Hessen geborene Winter studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 2014 gehört sie zum Ensemble des dortigen Schauspielhauses. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2015, Seite 10, Feuilleton

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