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NPD-Verbot »Gebot der Stunde«

Berlin. Der Neonaziangriff auf eine Gewerkschaftskundgebung in Weimar könnte laut Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) ein weiteres Argument für ein NPD-Verbot sein. Sollte die NPD-Jugend den Überfall angezettelt haben, sei dies ein weiterer Beleg, dass ein NPD-Verbot »das Gebot der Stunde ist«, sagte Poppenhäger der Welt am Sonntag (WamS). In Weimar hatten am 1. Mai mehrere Dutzend Neonazis eine Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) gestürmt. Laut WamS ermitteln die Thüringer Polizei und die Staatsanwaltschaft gegen 22 Männer und fünf Frauen aus der rechten Szene wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Bei den Tatverdächtigen beschlagnahmte die Polizei laut Thüringer Innenministerium Fahnen und Flyer, die Bezüge zur NPD-Jugendorganisation »Junge Nationaldemokraten« aufweisen. (AFP/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2015, Seite 15, Antifaschismus

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