-
04.05.2015
- → Kapital & Arbeit
China ermittelte gegen Siemens
Shanghai. Siemens ist Insidern zufolge im vergangenen Jahr wegen Bestechungsvorwürfen ins Visier der chinesischen Behörden geraten. Dabei sei es um das Medizintechnikgeschäft gegangen, sagten drei mit der Sache vertraute Personen. Die Handelsaufsicht SAIC habe Siemens und seinen Händlern vorgeworfen, Krankenhäusern Geräte geschenkt und im Gegenzug dafür Exklusivverträge für teure Verbrauchsmaterialien zum Betrieb der Maschinen abgeschlossen zu haben. Ein Konzernsprecher in Deutschland erklärte, er wisse nichts von der Untersuchung und wolle sich nicht weiter dazu äußern. Die Siemens-Untersuchung betraf den Insidern zufolge rund 1.000 Krankenhäuser und könnte ein Indiz dafür sein, dass China seinen Kampf gegen Korruption auch auf andere Medizintechnikfirmen ausweitet.
(Reuters/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
