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Tod einer Legende

Die portugiesische Regie-Legende Manoel de Oliveira ist gestorben, am Donerstag in Porto im Alter von 106 Jahren. »Die portugiesische Kultur hat heute eine ihrer größten Persönlichkeiten verloren«, sagte Ministerpräsident Pedro Passos Coelho und ordnete zweitägige Staatstrauer an.

De Oliveiras Karriere begann seine Karrire 1931 als Schauspieler in einem Stummfilm, bis er mit der Dokumentation »Harte Arbeit am Fluss Douro« auch selbst als Regisseur tätig wurde. Auch am ersten Film in portugiesischer Sprache wirkte er mit, allerdings wieder als Schauspieler. 1942 folgte als Regisseur der sozialkritische Spielfilm »Aniki-Bóbó«, dessen gesellschaftliche Bedeutung erst Jahre später gewürdigt wurde.

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Die meisten seiner 50 Spiel- und Dokfilme konnten erst nach dem Tod des Diktators António Salazar 1970 entstehen, da war de Oliveira schon 60 Jahre alt. Noch an seinem 106. Geburtstag im vergangenen Dezember stellte er seinen Film »O Velho do Restelo« (Der Alte von Restelo) vor. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2015, Seite 10, Feuilleton

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