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Aus: Ausgabe vom 24.03.2015, Seite 11 / Feuilleton

Warum Museen?

 

Kunsthistoriker fordern einen anderen Kunstunterricht in der Schule. Nur selten werde das Fach gelehrt, erklärte der Vorsitzende des Verbands Deutscher Kunsthistoriker, Kilian Heck, im Hinblick auf den 33. Deutschen Kunsthistorikertag, der heute in Mainz beginnt. Es bestehe erheblicher Nachholbedarf, der gedeckt werden müsste, um den Wert von Kunst in Museen zu vermitteln. »Wenn wir damit nicht beginnen, wird der nächsten Generation gar nicht mehr klar, warum wir Museen überhaupt unterhalten sollen«, sagte Heck. Sein Kollege Gregor Wedekind von der Uni Mainz erklärte, Kunsterzieher seien in Deutschland ausgebildete Künstler. »Es ist nicht falsch, dass kreative Leute in der Schule sind. Aber Kunsthistoriker gehören da eben auch hin. Das ist so, als würde der Deutschunterricht von Literaten gehalten.« (dpa/jW)

 

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