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Umfrage: Frauen im Beruf benachteiligt

Frankfurt am Main. Fast 80 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass Frauen weiterhin in bestimmten Bereichen benachteiligt werden. Als besonders ausgeprägt empfinden die Bürger die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern im Berufsleben, wie aus einer am Freitag in Frankfurt am Main veröffentlichten Umfrage der Gewerkschaft IG Metall hervorgeht. Die Benachteiligung wird demnach insbesondere bei der Bezahlung und der Besetzung von Führungspositionen als hoch angesehen. Demnach sind 74 Prozent der Befragten der Auffassung, dass Frauen bei der Bezahlung und Entlohnung ungleich behandelt werden; knapp 70 Prozent sagen, dass Männer bei der Besetzung von Führungspositionen bevorzugt werden. Das größte Problem bleibt laut der Umfrage die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Rund 73 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass Kinder für Frauen ein »Hemmschuh« sind und es ihnen erschweren, ihren Beruf auszuüben. Als Abhilfe forderten 84 Prozent der Befragten unter anderem familienfreundlichere Arbeitszeiten für Eltern. Ebenfalls hohe Zustimmungswerte erzielte die Forderung nach Möglichkeiten zur vorübergehenden Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit. Für die repräsentative Umfrage ließ die IG Metall nach eigenen Angaben 1.000 Bürger befragen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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