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Sexistische Reklame am Pranger

Berlin. Immer mehr Menschen wenden sich wegen frauenfeindlicher Anzeigen an den Deutschen Werberat. Im vergangenen Jahr kritisierten Verbraucher 198 Annoncen und Werbespots als sexistisch oder diskriminierend, im Vorjahr waren es noch 154, wie der Werberat am Donnerstag mitteilte. Insgesamt hatte das Selbstkontrollgremium der Werbebranche über 387 Beschwerden zu entscheiden. In knapp einem Drittel der Fälle (111) teilten die Experten die Kritik. Mehr als die Hälfte der Klagen bezog sich auf frauenfeindliche Motive. Der Werberat führt in seinem Jahresbericht die Zunahme der Vorwürfe wegen Frauenfeindlichkeit auf die wachsende Sensibilisierung in der Bevölkerung zurück. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2015, Seite 4, Inland

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