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Welfenschatz

Im Streit um den legendären Welfenschatz haben die Erben jüdischer Kunsthändler Deutschland vor einem US-Gericht in Columbia verklagt. Sie werfen der Bundesrepublik vor, den millionenschweren mittelalterlichen Kirchenschatz nicht herauszugeben, obwohl es sich um Naziraubkunst handele. Die Kläger schätzen den Wert auf 260 Millionen Euro. In der Klageschrift heißt es, 1935 hätten die damaligen Eigentümer des Welfenschatzes, vier jüdische Kunsthändler, die Sammlung unter dem Druck der Nazis weit unter Wert verkaufen müssen: »Würde Deutschland etwas anderes behaupten, würde es noch 2015 Görings Plündereien ausdrücklich billigen«, heißt es in der Klage. Sowohl die Stiftung Preußischer Kulturbesitz als auch die sogenannte Limbach-Kommission hatten dagegen erklärt, es gebe keine Hinweise, dass es sich um NS-Raubkunst handele. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2015, Seite 11, Feuilleton

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