Zum Inhalt der Seite

Dresden: Seit Pegida-Demos mehr Anfeindungen

Dresden. Der Ausländerbeirat in Dresden berichtet von wachsenden Anfeindungen gegen Migranten seit dem Aufkommen der nationalistischen Pegida-Bewegung. Es komme vermehrt zu Beleidigungen und Bedrohungen, berichteten Vertreter des Gremiums am Donnerstag. Beiratschef Victor Vincze nannte das Schicksal einer Studentin aus Indonesien als Beispiel, die von mehreren Leuten angepöbelt worden sei und sich nun an Montagabenden – dem Tag der wöchentlichen Kundgebungen – nicht mehr auf die Straße traue. Beiratsmitglied Hussein Jinah schilderte, wie er selbst in einer Straßenbahn verbal attackiert wurde. Mitfahrende hätten einfach nur zugeschaut. Nach den Worten von Asad Mamedow, der eine Beratungsstelle leitet, berichten Betroffene von einer allgemein feindlichen Stimmung. Nach Ansicht von Vincze ist durch Pegida die latent vorhandene Fremdenfeindlichkeit erst deutlich geworden. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2015, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!