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Justiz annulliert Schiedsgerichtsspruch

Paris. Die französische Justiz hat die Entscheidung eines privaten Schiedsgerichts über eine millionenschwere Entschädigung für den Geschäftsmann Bernard Tapie gekippt. Das Pariser Berufungsgericht annullierte am Dienstag nach Angaben aus Justizkreisen einen Schiedsspruch aus dem Jahr 2008, der Tapie nach dem Verkauf von Adidas 403 Millionen Euro an staatlicher Entschädigung zugesprochen hatte. Es bestehe der Verdacht, dass der Unternehmer, ein Bekannter des damaligen Staatschefs Nicolas Sarkozy, eine Vorzugsbehandlung erhielt.

In der Finanzaffäre laufen Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßig organisierten Betrugs unter anderem gegen Tapie und eines der Mitglieder des privaten Schiedsgerichts. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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