Zum Inhalt der Seite

Erste Anklage nach Korruption bei Ford

Köln. In der Korruptionsaffäre beim Kölner Autokonzern Ford wird nach jahrelangen Ermittlungen erstmals Anklage gegen Hauptbeteiligte erhoben. Die Ermittler werfen zwei Einkäufern des Autokonzerns und zwei Mitarbeitern eines Zulieferers in ihrer knapp 500seitigen Anklageschrift Untreue und bandenmäßige Bestechung in bis zu 500 Fällen vor, wie ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag berichtete. Die Beschuldigten sollen Ford mit Hilfe von Scheinrechnungen für nie gelieferte Verschleißteile in den Jahren zwischen 2006 und 2010 um mehrere Millionen Euro betrogen haben. Die Ford-Mitarbeiter hätten im Gegenzug »Geschenke« im Wert von mehreren hunderttausend Euro erhalten. Etwa hundert Beteiligte sollen in die Affäre verstrickt sein. (dpa/jW)

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!