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Einwandererkinder fordern Teilhabe

Berlin. Die Nachkommen der Einwanderer wollen eine größere Teilhabe. »Wir wollen keine Behörden, staatlichen Unternehmen, Parlamente, Gremien, Rundfunkräte, Wohlfahrtsverbände usw., in denen immer noch (fast) nur Herkunftsdeutsche sichtbar sind«, heißt es in einem Forderungskatalog, den 80 Initiativen der zweiten und dritten Einwanderergeneration am Montag in Berlin vorlegten. Um mehr »neue Deutsche« in Entscheidungspositionen zu bringen, sei auch eine Diskussion über Quoten notwendig. Kritisch äußerten sie sich auch über den Begriff der »Integration«. »Bei Integration geht es doch vor allem um Assimilation«, sagte Farhad Dilmaghani von der Initiative »DeutschPlus«. Eine Integrationspolitik, die sich nur auf Migranten konzentriere, sei nicht mehr zeitgemäß. Heutzutage gehörten auch Maßnahmen gegen Diskriminierung und Rassismus dazu. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2015, Seite 5, Inland

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