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Blackfacing

Der Begriff »Blackfacing« ist zum »Anglizismus des Jahres« gekürt worden. Die Bezeichnung für stereotyp geschminkte Weiße, die schwarze Menschen darstellen, sei in jüngerer Zeit etwa in Diskussionen der Sternsingertradition oder des »Zwarte Piet« in den Niederlanden aufgetaucht, erklärte Jurychef Anatol Stefanowitsch, Anglistikprofessor an der FU Berlin, am Dienstag. »Blackfacing gilt als rassistisch, weil es die Identität und die Erfahrungen schwarzer Menschen als Kostüm behandelt, das weiße Menschen beliebig an- und ausziehen können. Mit dem Blackfacing maßen sich weiße Menschen an, für schwarze Menschen sprechen und handeln zu können, und nehmen ihnen damit den Raum, dies selbst zu tun.« (dpa/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.01.2015, Seite 10, Feuilleton

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