-
27.01.2015
- → Sport
Handball-WM: Heimvorteil und Schutzklausel
Doha. »Ich glaube, Katar wird Weltmeister«, sagte Österreichs Handballtrainer Patrekur Jóhanesson nach der 27:29-Niederlage im Achtelfinale gegen die Gastgeber. »Ich habe noch nie in meinem Leben eine Halbzeit erlebt, in der es so viele Offensivfouls gegeben hat«, meinte Kapitän Viktor Szilagyi. »Vielleicht muss man das erwarten.« Auch Teamkollege Maximilian Hermann (Foto rechts) fühlte sich von den kroatischen Schiris verpfiffen. Im Viertelfinale treffen die Gastgeber, in deren Reihen nur vier gebürtige Katarer spielen – der Rest sind hochbezahlte Stars aus aller Welt –, auf den Sieger der Partie zwischen Deutschland und Ägypten, die am Montag nach Redaktionsschluss beendet wurde. Die WM-Spiele laufen hierzulande nur im Bezahl-TV-Sender Sky. Forderungen, sie als »Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung« in die »TV-Schutzliste« des Rundfunkstaatsvertrags aufzunehmen, trat Sky-Sportvorstand Carsten Schmidt im Deutschlandfunk entgegen: »Ich möchte nicht enteignet werden.« (sid/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
