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Frauen mit Kind reduzieren Arbeitszeit

Düsseldorf. Mindestens ein Kind im Haushalt führt zu deutlich weniger Erwerbsarbeitsstunden pro Woche – zumindest bei Frauen. Männer beeinflusst das hingegen kaum. Basierend auf dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes präsentierte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung diese Auswertung am Freitag auf seinem »Gender Portal«. Demnach nehmen die ohnehin bestehenden Unterschiede in der Wochenarbeitszeit zwischen abhängig beschäftigten Frauen und Männern deutlich zu, wenn Kinder im Haushalt leben, insbesondere in Westdeutschland. Bereits bei einem Kind verdoppele sich der Unterschied von sieben auf knapp 15 Stunden, bei zwei oder mehr Kindern steige er auf bis zu 21 Stunden pro Woche. Die Tendenz in Ostdeutschland sei ähnlich, die Ausprägung jedoch deutlich geringer. Arbeitszeiten der Männer bleiben bundesweit relativ stabil. Außerdem lasse sich eine Veränderung im Niveau feststellen: Abhängig beschäftigte Frauen mit mindestens einem Kind hatten im Jahr 2012 kürzere Arbeitszeiten als 2001, sowohl in Ost- wie in Westdeutschland. Dies spiegele den Trend zur Teilzeitbeschäftigung bei Frauen wieder. Die wöchentliche Arbeitszeit abhängig beschäftigter Männer mit mindestens einem Kind ist in dem Zeitraum sogar leicht gestiegen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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