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Aus: Ausgabe vom 05.01.2015, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Sozialismus

Alexander Häusler schreibt im Sozialismus über den Aufstieg der AfD. Im Vorgehen des Linken thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow erkennen Joachim Bischoff und Björn Radke »eine Politik der Doppelstrategie«, zur »Verbesserung der Lebensverhältnisse« und zur »Demokratisierung der Gesellschaft«. Innerparteilichen Kritikern des Ramelowschen Kurses bescheinigen die Autoren hingegen »Realitätsferne«. Helmut Donat stellt ein friedenspolitisches Grundsatzprogramm zur Diskussion. Die Strategie der Kriegsverhütung von August Bebel beschreibt Heiner Karuscheit. Im Forum Gewerkschaften werden die »Dynamik in der Arbeitszeitdebatte« und Initiativen zur »Humanisierung der Arbeit« aufgegriffen. Auch Sparprogramme in der Automobilindustrie werden thematisiert. Der Abschnitt »Im Süden Europas« setzt sich mit der Linken in Spanien, Katalonien und Italien auseinander.

Sozialismus, Heft 1/2015, 42. Jahrgang, 70 Seiten, 7,00 Euro, Bezug: Redaktion Sozialismus, St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg, abo@sozialismus.de www.sozialismus.de

(jW)

Soziologie ohne Marx

Das Supplement der Zeitschrift Sozialismus steht im Zeichen des »Starsoziologen« Helmut Schelsky, mit dessen Wirken Werke wie die »skeptische Generation« oder die »nivellierte Mittelstandsgesellschaft« verbunden sind. Außerdem war er Förderer von kritischen Intellektuellen wie Jürgen Habermas, Heinrich Popitz und Arno Klönne. Der Regierungsantritt von Willy Brandt 1969 markierte für Schelsky den »Turning-point«, schreibt Autor Gerhard Schäfer, hin zum Vordenker der Konservativen. In »Die Arbeit tun die anderen« (1975) interpretierte er die Herrschaftsformen der Linken als »Priesterherrschaft«. Er arbeitete programmatisch für CDU und CSU und prägte die Parole »Freiheit statt Sozialismus«.

Gerhard Schäfer: Soziologie ohne Marx. Helmut Schelsky als »Starsoziologe« und Intellektueller im Hamburg der 1950er Jahre, Supplement der Zeitschrift Sozialismus 1/2015, 44 Seiten, 5,00 Euro, Bezug: Redaktion Sozialismus, St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg, abo@sozialismus.de www.sozialismus.de

(jW)

Analyse und Kritik (AK)

In der 600. Jubiläumsausgabe der Monatszeitung AK geht es um die islamophoben Demonstrationen in Dresden, die gepaart »mit Sondereinheiten, Patriotismus und Ängsten gegen Asylsuchende in Sachsen« rechte Stimmungen hofieren. Die Ebola-Epidemie, die in weiten Teilen Westafrikas um sich greift und zur Migration zwingt, wird ebenso thematisiert wie der Internationalismus der Linken und die Planungen zu den Blockupy-Aktionstagen.

Analyse und Kritik, Nr. 600, 40 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: AK, Rombergstr. 10, 20225 Hamburg, vertrieb@akweb.de, www.akweb.de.

(jW)

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