-
17.11.2014
- → Feuilleton
Cosby schweigt
Der US-Komiker Bill Cosby hat eine Stellungnahme zu Missbrauchsvorwürfen abgelehnt. In einem am Samstag ausgestrahlten Interview des US-Radiosenders NPR ging der 77jährige auf mehrere Fragen des Moderators zu jüngst erhobenen Vorwürfen, er habe Frauen vergewaltigt, nicht ein. Der Entertainer reagierte nach Angaben des Interviewers nur mit einem stummen Kopfschütteln. Ein geplanter TV-Auftritt Cosbys am kommenden Mittwoch in der »Late Show« von David Letterman war am Freitag abgesagt worden, wie das US-Branchenblatt Hollywood Reporter berichtete.
Vorwürfe von sexueller Ausbeutung gegen den Star der TV-Serie »Die Bill-Cosby-Show«, die von 1984 bis 1992 lief, waren kürzlich wieder laut geworden. Sie sei 1985 als 17jährige aufstrebende Schauspielerin von Cosby mehrere Male zum Sex gezwungen worden, hatte eine Frau am Donnerstag in einem offenen Brief in der Washington Post geschrieben. Eine andere Frau bezeichnete den Komiker am Samstag im Interview der Zeitschrift People als Sexualstraftäter. Die heute 58jährige gab an, sie sei von Cosby in den 70er Jahren unter Drogen gesetzt und sexuell belästigt worden. Sie gehört zu einer Gruppe von Frauen, die früher bereits Vorwürfe erhoben hatten. Eine der Klagen war außergerichtlich beigelegt worden. Cosby hat die Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!