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Russophobes Tauchobjekt

Zu jW vom 20. und 21. Oktober: »Jagd auf >Roter Oktober<« bzw. »Schweden: Teilerfolg bei der U-Boot-Jagd«

In Zeiten der erneut aufflammenden »Russophobie« paßt dieses UTO (unbekanntes Tauchobjekt ) natürlich gut rein. Wer sollte schon in den Stockholmer Schären rumtauchen, wenn nicht die Russen? Der schwedische Konteradmiral Grenstadt hat nun ein ziemlich schlechtes Foto dieses angeblichen Eindringlings in schwedische Gewässer präsentiert. Auch auf deutschen Kanälen war es allenthalben präsent. Was beweist dieses Bild? Nichts! Derartige Bilder kann in der heutigen digitalen Welt selbst ein Laie am Homecomputer herstellen. Dazu muss er seinen Platz am Rechner nicht einmal verlassen.
Was will man mit solchen Meldungen erreichen? (...)

Mit einer derartigen »Gefahr aus der Tiefe« dürfte es der rot-grünen Regierung Schwedens leichter fallen, dem Volk eine Erhöhung des Rüstungsetats zu erklären. Wer könnte hier der Nutznießer sein? Russland wohl nicht. Schweden auch nicht. Rüstung kostet Geld, viel Geld. Die NATO hätte aber einen hochgerüsteten Nachbarn gegen Russland. (...)

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Wilfried Steinfath, Berlin

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2014, Seite 14, Leserbriefe

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