Zum Inhalt der Seite

Nordkorea: Sicherheitsrat lügt

New York. Nordkorea hat dem UN-Sicherheitsrat »Lügen« und »Parteilichkeit« vorgeworfen. Außenminister Ri Su Yong sagte am Samstag bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York, das Gremium habe der »Ermordung palästinensischer Zivilisten« durch das von den USA protegierte Israel nicht Rechnung getragen. Dafür beschuldige es einseitig Syrien wegen des bewaffneten Konflikts auf seinem Territorium. Es dürfe keine Versuche geben, »unter dem Deckmantel des Antiterrorkampfs gegen Syriens Souveränität zu verstoßen«. Das Gremium habe im übrigen »keinerlei Autorität«, der Demokratischen Volksrepublik atomare oder ballistische Aktivitäten zu untersagen. Die Atomfrage falle unter die Souveränität Pjöngjangs und werde erst geregelt, wenn Washington seine »aggressive Politik« beende. Es war das erste Mal seit 15 Jahren, daß ein so hochrangiger nordkoreanischer Politiker vor der Vollversammlung auftrat.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2014, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!