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Karstadt: Sanierung mit Stellenabbau

Berlin. Die Sanierung von Karstadt kostet einem Bericht zufolge mehr als 200 Millionen Euro. Derzeit ist die Existenz der Warenhauskette nur bis März 2016 gesichert, berichtete die Bild am Sonntag. Das gehe aus einem achtseitigen Konzept hervor, das dem Blatt vorliege. Es sei am Freitag vom Aufsichtsrat um den neuen Eigentümer René Benko an alle Führungskräfte des Konzerns verschickt worden. Darin würden die Kosten für die Sanierung von Karstadt auf mindestens 209 Millionen Euro beziffert. Für eine nachhaltige Sanierung würden 263 Millionen Euro benötigt. Daher stehen den 83 Filialen tiefe Einschnitte bevor. Das Verkaufspersonal solle ebenso abgebaut werden wie die Zahl der Kassen. In der Essener Konzernzentrale sollten 20 Prozent der Stellen abgebaut werden.

Die bundesweit rund 17000 Karstadt-Beschäftigten hatten bislang auf Lohnsteigerungen aus der Tarifrunde in der Einzelhandelsbranche verzichtet. Dies solle nun beendet werden: »Unser Ziel ist, daß Karstadt schnell wieder in den Tarifvertrag zurückkehrt und eine Standort- und Beschäftigungssicherung zusagt«,sagte der ver.di-Vertreter im Karstadt-Aufsichtsrat, Arno Peukes, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Sonnabendausgabe). Die Tarifgespräche seien für Freitag in Göttingen geplant, so Peukes. (Reuters/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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