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12.08.2014
- → Feuilleton
Gegen Amazon
Unter den Unterzeichnern des von Douglas Preston verfaßten Protestbriefs sind bekannte Autoren wie David Baldacci, Lincoln Child oder Suzanne Collins. Sie riefen die Leser auf, Amazon-Chef Jeff Bezos per E-Mail die Meinung zu sagen. Der Versandhändler verstoße gegen sein eigenes Versprechen, vor allem an die Kunden zu denken, indem der Konflikt mit Hachette auf dem Rücken der Leser ausgetragen werde.
Einen ähnlichen Streit um die Preise für E-Books gibt es auch in Deutschland. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels beschwerte sich beim Bundeskartellamt über die Geschäftspraktiken von Amazon. Der Konzern wies den Vorwurf zurück, im Zuge von Verhandlungen die Auslieferung gedruckter Bücher aus der Verlagsgruppe Bonnier (Ullstein, Piper, Carlsen) zu verzögern.
Nun setzt der Online-Versandhändler auch den Unterhaltungsriesen Disney unter Druck. Am Wochenende waren anstehende Videoneuerscheinungen wie der zweite »Captain America«-Film, »Maleficient« und der jüngste »Muppets«-Streifen in den USA nicht auf DVD oder Blu-ray vorbestellbar. Derzeit können die Disney-Filme nur für den Amazon-Streamingdienst Instant Prime Video vorbestellt werden. Eine Reaktion von Disney lag zunächst nicht vor.
(dpa/jW)
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