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DGB und vzbv kritisieren TTIP

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) haben eine Kurskorrektur bei den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) gefordert. Es gebe »unverändert« die Sorge, daß Arbeits-, Sozial-, Verbraucher- und Umweltstandards »unter die Räder geraten«, erklärten der DGB und der vzbv am Montag anläßlich der sechsten Verhandlungsrunde in Brüssel.

DGB und vzbv forderten unter anderem, das in Europa geltende Vorsorgeprinzip zum »Maßstab« zu machen. So seien in den USA die Anforderungen an die Unbedenklichkeit von Produkten häufig niedriger als in Europa. Auch beim Thema Arbeit verwiesen DGB und vzbv auf unterschiedliche Standards. Die USA hätten nur zwei von insgesamt acht Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ratifiziert. In dem Freihandelsabkommen müsse »mindestens« die Einhaltung der grundlegenden ILO- Arbeitsnormen garantiert werden, forderten DGB und vzbv. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2014, Seite 5, Inland

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