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Paris: Senat lehnt Freierbestrafung ab

Paris. Eine Kommission des französischen Senats hat am Dienstag die von der Nationalversammlung geplante Kriminalisierung von Kunden Prostituierter abgelehnt. Dies berichtete am Mittwoch unter anderem die Zeitung Le Figaro in ihrer Onlineausgabe. Damit wendet sich das Gremium des Oberhauses gegen das im Dezember vom Parlament beschlossene Prostitutionsgesetz, das u.a. ein Bußgeld von 1500 Euro für Freier vorsieht. Das Gesetz werde nun ohne die beiden Paragraphen zur Freierbestrafung zur Abstimmung in den Senat gegeben. Von den in der Kommission vertretenen Senatoren stimmten 16 für und 14 gegen dieses Verfahren, zwei enthielten sich. Dem Beschluß waren Anhörungen zahlreicher Prostituierter und Fachleute vorausgegangen. Sie hatten erklärt, die Bußgelder würden Sexarbeiterinnen zur Arbeit im Verborgenen zwingen, was für sie gefährlicher sei. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2014, Seite 15, Feminismus

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