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Steinbach will nicht mehr

Berlin. Die langjährige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, tritt nicht für eine weitere Amtszeit an. Bei den Neuwahlen des Präsidiums im November werde sie deshalb nicht mehr kandidieren. Steinbach wurde als Tochter eines Wehrmachtssoldaten in Rumia nördlich von Danzig im damals von deutschen Truppen besetzten Polen geboren. Sie steht seit 1998 an der Spitze des revanchistischen BdV. Seit 1990 sitzt sie für die CDU im Bundestag. In Polen war die Erleichterung über den Abgang Steinbachs groß: »Für Warschau kann das eine gute Nachricht sein«, schrieb Krzysztof Ruchniewicz, polnischer Historiker und Leiter des Willy-Brandt-Instituts der Universität Wroclaw, auf seiner Internetseite. Nachfolger Steinbachs soll BdV-Vizepräsident und CSU-Bundestagsabgeordneter Bernd Fabritius werden, wie das Präsidium des Verbandes am Montag mitteilte.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2014, Seite 5, Inland

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