Zum Inhalt der Seite

Noch 40 Flüchtlinge in besetzter Schule

Berlin. Einen Tag nach der versuchten Räumung harrten am Mittwoch noch mindestens 40 Flüchtlinge in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg aus. Am Morgen wollten die Asylsuchenden und ihre Anwälte eine Pressekonferenz abhalten, die Polizei ließ die Journalisten aber nicht auf das Gelände. Eine Anwältin sagte, der Bezirk wolle dem erst zustimmen, wenn die Bewohner das Dach verlassen. Die Medienvertreter sprachen per Skype mit den Flüchtlingen, die ihre Forderungen nach Abschaffung der Residenzpflicht und der Aussetzung von Abschiebungen bekräftigten. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) wollte zunächst kein Ultimatum zum Auszug aus der Schule setzen. (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2014, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!