-
20.06.2014
- → Sport
Zusammenzuckjubel und das Lächeln des Balles
Thomas Müller hat sein Jubelverhalten geändert. Ist das jemandem aufgefallen? Seine drei Tore gegen Portugal hat er mit einem neuartigen, nicht mehr so raumgreifenden Zusammenzuck-Jubel gefeiert, nachdem sein Mund-auf-Arme-hoch-Jubel vielfach als vollständig playstation-fern, ahistorisch und ofenrohr-ähnlich kritisiert worden war (auch in dieser Zeitung). Chelseas Teamchef José Mourinho hat den Müller-Hype gegenüber Yahoo-Eurosport vorsorglich relativiert: »Ich möchte Müller gegen eine kompakte Defensive sehen. Dann ist er gefordert. Portugal war doch viel zu schwach«. Denn es gebe »einige Mannschaften bei dieser WM, die viel besser verteidigen, die dichter und gestaffelter und nicht so hoch stehen.« Auch wenn er Müller »einen einzigartigen Torinstinkt« attestiert, weil er auf dem Platz Räume findet, »die kein anderer kennt«, hat Deutschland »trotz Müller keinen echten Stürmer in der ersten Elf«.
Die Kritik an Mesut Özil kann Mourinho, der ihn bei Real trainierte, nicht verstehen. »Özil ist Özil. Man darf von ihm nicht erwarten, daß er zwischen den beiden Torauslinien hin und her läuft und Kilometer macht« oder daß er »der große emotionale Leader dieser Mannschaft ist und alle mitreißt mit seiner aggressiven Art«. Nein, nein, nein. »Das ist nicht Mesut. Özil ist jemand, der den Ball lächeln läßt. Er ist ein sehr sensibler Junge. Er braucht das Vertrauen der anderen. Die müssen an ihn glauben.« (jW)
Die Kritik an Mesut Özil kann Mourinho, der ihn bei Real trainierte, nicht verstehen. »Özil ist Özil. Man darf von ihm nicht erwarten, daß er zwischen den beiden Torauslinien hin und her läuft und Kilometer macht« oder daß er »der große emotionale Leader dieser Mannschaft ist und alle mitreißt mit seiner aggressiven Art«. Nein, nein, nein. »Das ist nicht Mesut. Özil ist jemand, der den Ball lächeln läßt. Er ist ein sehr sensibler Junge. Er braucht das Vertrauen der anderen. Die müssen an ihn glauben.« (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport
