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Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verleiht seinen Friedenspreis in diesem Jahr an Jaron Lanier (USA). Der Informatiker und Bestsellerautor habe als »Pionier der digitalen Welt« erkannt, »welche Risiken diese für die freie Lebensgestaltung eines jeden Menschen birgt«, teilte der Stiftungsrat am Donnerstag zur Begründung mit. »Eindringlich weist Jaron Lanier auf die Gefahren hin, die unserer offenen Gesellschaft drohen, (...) wenn Menschen (...) auf digitale Kategorien reduziert werden«. Sein jüngstes Buch »Wem gehört die Zukunft?« (2013, dt. 2014) sei ein herausragender »Appell, wachsam gegenüber Unfreiheit, Mißbrauch und Überwachung zu sein und der digitalen Welt Strukturen vorzugeben, die die Rechte des Individuums beachten und die demokratische Teilhabe aller fördern«. Der mit 25000 Euro dotierte Preis soll am 12. Oktober zum Abschluß der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen werden. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2014, Seite 13, Feuilleton

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