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EU will Baustopp bei Southstream

Brüssel/Sofia. Die EU-Kommission fordert Bulgarien zum Stopp der Arbeiten der russischen Erdgaspipeline Southstream auf. Zunächst müsse entschieden werden, ob der Bau der Pipeline durch den halbstaatlichen russischen Konzern Gasprom mit EU-Recht vereinbar sei, erklärte Kommissionssprecherin Chantal Hughes am Dienstag. »Wir haben die bulgarischen Behörden deshalb aufgefordert, das Projekt zu unterbrechen.« Nach den EU-Regeln ist es unzulässig, daß ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert.

Die bulgarische Regierung kündigte Gespräche mit Brüssel an. »Ich sehe keinen Anlaß für ein Drama«, sagte Energieminister Dragomir Stojnew. »Das ist nur eine Frage der Zeit und des Dialogs mit der Europäischen Kommission, um die beste Lösung zu finden.« Bulgarien dürfe aber auch nicht »im Konflikt zwischen Rußland und der Ukraine als Geisel genommen werden«, so der Minister.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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