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Juncker will den Euro kontrollieren

Paris. Der sogenannte Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei bei der Europawahl, Jean-Claude Juncker, hat sich besorgt über den Wechselkurs des Euro geäußert. Sollte der zu hoch werden, würde er im Fall seiner Wahl zum EU-Kommissionspräsidenten den Euro-Finanzministern vorschlagen, der EZB verbindliche allgemeine Richtlinien für den Wechselkurs vorzugeben, sagte der ehemalige Chef der Euro-Gruppe am Mittwoch vor Journalisten in Paris. Er würde denjenigen nicht widersprechen, die der Ansicht seien, daß der Euro-Kurs zu hoch sei, sagte er zu entsprechenden Äußerungen aus der französischen Regierung. Denn mit dem einheitlichen Wechselkurs müßten alle Wirtschaften in der Euro-Zone zurechtkommen.

Der Anstieg der Gemeinschaftswährung verteuert die Exporte aus dem Währungsraum und behindert so vor allem die wirtschaftliche Erholung der Krisenländer. Gleichzeitig macht er Importe günstiger, so daß vor allem die Energiekosten nicht drastisch steigen. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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