Zum Inhalt der Seite

Zum »Tag des Sieges« in Berlin

Das Foto entstand vor einem Jahr in St. Petersburg. Wie immer gedachte die Stadt am »Tag des Sieges« ihrer Befreiung im »Großen Vaterländischen Krieg«. Allein im »Hungerwinter« 1941/42 hatte die Wehrmacht 66200 Brandbomben abgeworfen, auch auf Krankenhäuser und Schulen. Insgesamt starben durch die Belagerung der Stadt etwa zwei Millionen Menschen. Das Foto des Veteranen stammt von Alexander Petrosian. Als St. Petersburg noch Leningrad hieß, absolvierte Petrosian dort die Fachhochschule für Kino und Fotografie, anschließend ging er noch auf die Kunsthochschule. Die solide Ausbildung hat wunderbare Ergebnisse gezeitigt, seine Arbeiten wurden in den letzten Jahren nicht nur von Newsweek oder Geo Bilder gekauft, sondern auch von der Komsomolskaja Prawda. Zweimal gewann Petrosian den Fotopreis der Stadt, die von ihren Bewohnern mittlerweile vergleichsweise schnodderig »Pita« genannt wird. So heißt auch ein Fotoband mit Straßenszenen, den Petrosian 2011 herausgebracht hat. Am heutigen »Tag des Sieges« präsentiert der Fotograf einige seiner Bilder in Berlin. Anschließend nimmt er an einer Podiumsdiskussion teil, in der es unter anderem um die Bedingungen der »Street Photography« in Rußland gehen soll. Beginn ist 19 Uhr in den Räumen des Kunstbuchvertriebs Vice Versa, Immanuelkirchstr. 12, Berlin-Prenzlauer Berg. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2014, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!