Zum Inhalt der Seite

ISIS sagt sich von Al-Qaida-Netzwerk los

Bagdad. Die Gruppe »Islamischer Staat im Irak und in Syrien« (ISIS) hat sich offiziell vom Al-Qaida-Netzwerk losgesagt. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Audio-Botschaft hervor, die ISIS-Sprecher Abu Mohammed Al-Adnani zugeschrieben wird. Darin heißt es, die Al-Qaida-Führung unter Eiman Al-Sawahiri habe sich von den Grundsätzen des »Heiligen Krieges« entfernt und die Bewegung der »Gotteskrieger« gespalten. Der Iraker behauptete, Al-Qaida habe sich von dem Ziel der Gründung eines großen islamischen Kalifats verabschiedet und spreche jetzt sogar von der Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens mit Christen. Dies komme für ISIS aber nicht in Frage. ISIS war im Irak entstanden, nachdem die US-Truppen 2003 einmarschiert waren. Sie hat ihren Einfluß inzwischen auf syrische Gebiete ausgedehnt. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2014, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!