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Aus: Ausgabe vom 22.03.2014, Seite 12 / Feuilleton

Armin Stolper wird 80

Am 30. Mai 2007 wurde der Schriftsteller und Theaterdramaturg Armin Stolper in seinem Arbeitszimmer von Jeanne d’Arc und einigen ihrer Nachfahrinnen aus der Literatur besucht. Die Frauen wollten der KP beitreten; Stolper sollte als »ehrlicher parteiloser Bolschewik« vermitteln. Verblüfft ließen sie sich von ihm in die Unterschiede zwischen »Kommunisten, Reformkommunisten, Maoisten, Sozialisten, Trotzkisten, Terroristen, Individualkommunisten usw.« (nach Hacks) unterweisen. So hat es Stolper in seiner Kurzgeschichte »Rendevouz mit Johanna« überliefert. Geboren wurde er am Sonntag vor 80 Jahren in Breslau als Sohn eines Lokomotivführers und einer Näherin. 1953 brach er für eine Dramaturgenstelle am Theater Senftenberg ein Philosophiestudium ab. Über kleinere und größere Schauspielhäuser kam er schließlich ans Deutsche Theater Berlin, wo er es zum Chefdramaturgen brachte. Als Stückeschreiber etablierte sich Stolper mit »Zeitgenossen. Nach einem Filmszenarium von Gabrilowitsch und Raisman« (1969). Es folgte u. a. eine Lausitzer Trilogie in der Tradition des poetischen Volkstheaters. (jW)

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