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Burg optimiert

Der Intendant des Wiener Burgtheaters, Matthias Hartmann, ist am Dienstag mit Verweis auf ein Gutachten entlassen worden, das ihn für kaschierte Millionenverluste mitverantwortlich macht. »Nun verlangt man, daß ich mehr weiß als die Controller und die Kaufleute«, kommentierte Hartmann die Entscheidung des österreichischen Kulturministers Josef Ostermayer (SPÖ) und kündigte rechtliche Schritte an. In der Spielzeit 2012/13 machte das Haus rund 8,3 Millionen Euro Verlust. Außerdem drohen Steuernachzahlungen in Millionenhöhe. Hartmann rechnet sich an, »die Produktionskosten gehalten und beim künstlerischen Personal um knapp 30 Prozent optimiert« zu haben, wie er dem Standard erklärte, als das Ensemble ihm Mitte Februar mit 83 zu 31 Stimmen das Mißtrauen aussprach. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2014, Seite 12, Feuilleton

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