Zum Inhalt der Seite

BayernLB: Sponsoring als Kaufbedingung

München. Beim Kauf der österrei­chischen Bank Hypo Alpe Adria durch die BayernLB soll auch der damalige Kärntner Landes­hauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) die Hand aufgehalten haben. Im Prozeß gegen ehemalige Vorstände der BayernLB ging es am Montag vor dem Landgericht München um die Umstände einer Millionenzahlung an den inzwischen verstorbenen Politiker. Haider soll den Verkauf an die Bedingung geknüpft haben, daß die bayerische Landesbank 2,5 Millionen Euro für das Fußballsponsoring in Kärnten zahle. Da dies für die BayernLB aber nicht glaubwürdig gewesen wäre, sollen die Angeklagten deren Tochter Deutsche Kreditbank aufgefordert haben, das Sponsoring zu übernehmen. Auf diese Weise wollten die Vorstände aus Sicht der Ankläger vermeiden, daß die Vereinbarung mit Haider aufgedeckt wird. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2014, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!