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Nüchterne Worte eines Altkanzlers

Hamburg. Eine Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt will Altkanzler Gerhard Schröder nicht übernehmen und kritisiert die Rolle der EU in der Auseinandersetzung. Die Europäische Kommission sei qualitativ in einem desolaten Zustand und habe »nicht im entferntesten kapiert (…), daß das ein kulturell gespaltenes Land ist, und daß man mit einem solchen Land so nicht umgehen kann«, sagte Schröder am Sonntag auf einer Matinee der Wochenzeitung Die Zeit in Hamburg. Schröder wolle Putin nicht verurteilen. Er selbst habe als Kanzler im Jugosla­wienkonflikt gegen das Völkerrecht verstoßen. »Da haben wir unsere Flugzeuge (…) nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt – ohne daß es einen Sicherheitsratsbeschluß gegeben hätte.« Insofern sei er vorsichtig mit dem erhobenen Zeigefinger. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2014, Seite 1, Inland

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