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Malaysia: Haftstrafe für Homosexualität

Kuala Lumpur. Der malaysische Oppositionsführer Anwar Ibrahim ist am Freitag zu fünf Jahren Haft wegen Homosexualität verurteilt worden. Ein Berufungsgericht hob am Freitag überraschend einen vor zwei Jahren verkündeten Freispruch auf. Das Gericht sah es nach Angaben von Anwälten als erwiesen an, daß der 66jährige 2008 Geschlechtsverkehr mit einem Mitarbeiter hatte. Homosexualität ist in dem südostasiatischen Land verboten. Anwar hatte stets beteuert, kein Verhältnis mit dem Mann gehabt zuhaben. Er hielt den Vorwurf für politisch motiviert. Beobachter rechneten mit einer umgehenden Berufung Anwars gegen das Urteil.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.03.2014, Seite 2, Ausland

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